Kapuzenerlebnisse als Kind

Antwort erstellen


Diese Frage dient dazu, das automatisierte Versenden von Formularen durch Spam-Bots zu verhindern.
Smilies
:D :) ;) :( :o :shock: :? 8-) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :geek: :ugeek:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[flash] ist ausgeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smilies sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Kapuzenerlebnisse als Kind

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Besucher » Do 27. Dez 2018, 17:49

Mir fiel noch etwas aus der Kindheit ein, was mich allerdings nicht selbst betraf. Ich war bei einem Schulfreund und seine Mutter sah, dass sein kleiner Bruder draußen war. Dann hörte ich nur: "Er hat ja nichts an." Es war aber auch nicht so sehr kalt. Sie rannte sofort mit seinem Anorak raus und zog ihm den an und setzte ihm auch gleich die Kapuze auf. Die war mit einem Gummizug versehen, was damals selten war.
Als ich mal bei einem Spielkamerad war - wir beide hatten unsere Anoraks an - kam am späten Nachmittag seine Mutter raus, setzte ihm seine Kapuze auf und schnürte sie zu. Dann ging sie wieder rein. Ich fragte ihn dann, ob er das mag und er bejahte es. Mir hat sie die Kapuze nicht aufgesetzt, obwohl ich sie auch gern aufgehabt hätte. Hätte sie mir aber die Kapuze übergezogen, wäre es mir allerdings total unangenehm gewesen, weil wir im Sichtfeld meiner Mutter waren, da es auf dem unmittelbaren Nachbargrundstück war. Ich hätte mir gewünscht, dass sie herübergerufen hätte: "Setz du deine Kapuze auch auf!", aber der Ruf kam leider nicht.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Besucher » Mi 19. Dez 2018, 12:05

JeansParka hat geschrieben:
Mi 19. Dez 2018, 11:39
Diese Situaton, einer mit Mütze, der andere mit Kapuze kenne ich fast nur aus der Situation, ich mit Kapuze -zugeschnürt- , der/die andere mit Mütze. Irgendwie war mir das immer eher unangehm, obwohl ich viel lieber Kapuze als Mütze trug. Trotzdem fühlte ich mich immer wesentlich wohler wenn auch der andere oder in einer Gruppe zumindest ein anderer auch die zugebundene Kapuze trug. Im Winter war das dann oft so, dass andere Kinder zum Parka nur die Mütze trugen, während ich die Kapuze noch drüber ziehen musste bzw mir diese drübergezogen wurde..natürlich war die dann auch zuzubinden oder wurde mir zugebunden. Das mochte ich nicht und ich war dann immer erleichtert wenn mein Kamerad auch die Aufforderung bekam die Kapuze aufzusetzen und noch besser auch zuzuschnüren hatte. Das war nämlich nicht bei allen so üblich. Ich weiß noch, dass ich mich dann manchmal vor meinen Kameraden "rechtfertigte" so nach dem Motto, dann sitzt sie einfach besser. Das war ja auch so, trotzdem war das Zubinden immer irgendwie auch mit Strafe verbunden, jedenfalls wenn ich von meiner Mutter so rausgeschickt wurde oder wenn ich die Kapuze zubinden musste bzw zugebunden bekommen habe und der andere nicht. Es war ja auch irgendwie Strafe bzw. Kontrolle durch meine Mutter, dass ich die Kapuze aufbehielt. Voll geniessen konnte ich das Kapuze zugeschnürt tragen eigentlich nur allein und gefühlt unbeobachtet oder wenn mein Kamerad genauso eingepackt wurde und es am besten noch wie selbstverständlich annahm. Ich weiß da noch - ich war bereits 12 - nach der Schule, die Klassenkameradin, die ihren Fahrradstellplatz bei meinem hatte, wie sie immer ganz selbstverständlich sich die Kapuze aufsetzte und fest zuschnürte. Nebenbei unterhielten wir uns oft noch, es war eben wie selbstverständlich, normal und nebenbei...dann fiel es mir in der Öffentlichkeit eben auch leichter, eigentlich sogar ganz leicht.
Ich erinnere mich an eine umgekehrte Situation. Ich war mit einer befreundeten Familie auf einem Flussschiff. Ich war da vielleicht 9 Jahre. Deren Sohn - ich denke, so etwa 4 oder 5 Jahre alt, wurde seine Kapuze aufgesetzt. Da meinte er, dass ich keine auf habe und so hieß es dann zu mir: "Setz dann du auch deine Kapuze auf!", was ich dann auch gleich getan habe.
Zurückliegend, da war ich wohl auch 4 oder 5, machte ich mich zusammen mit meinen Eltern und anderen auf den Heimweg. Ich glaube, es war gar nicht so kalt. Auf jeden Fall hatte ich auf dem Hinweg weder Mütze noch Kapuze aufgehabt. Den Anorak hatte ich selbst angezogen, aber da hat mir deren Tochter (wohl 10 oder 11 Jahre damals) ohne meine Eltern zu fragen meine Kapuze aufgesetzt und so fest zugeknotet, dass mein Vater Schwierigkeiten hatte, die Knoten zu lösen.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von JeansParka » Mi 19. Dez 2018, 11:39

Diese Situaton, einer mit Mütze, der andere mit Kapuze kenne ich fast nur aus der Situation, ich mit Kapuze -zugeschnürt- , der/die andere mit Mütze. Irgendwie war mir das immer eher unangehm, obwohl ich viel lieber Kapuze als Mütze trug. Trotzdem fühlte ich mich immer wesentlich wohler wenn auch der andere oder in einer Gruppe zumindest ein anderer auch die zugebundene Kapuze trug. Im Winter war das dann oft so, dass andere Kinder zum Parka nur die Mütze trugen, während ich die Kapuze noch drüber ziehen musste bzw mir diese drübergezogen wurde..natürlich war die dann auch zuzubinden oder wurde mir zugebunden. Das mochte ich nicht und ich war dann immer erleichtert wenn mein Kamerad auch die Aufforderung bekam die Kapuze aufzusetzen und noch besser auch zuzuschnüren hatte. Das war nämlich nicht bei allen so üblich. Ich weiß noch, dass ich mich dann manchmal vor meinen Kameraden "rechtfertigte" so nach dem Motto, dann sitzt sie einfach besser. Das war ja auch so, trotzdem war das Zubinden immer irgendwie auch mit Strafe verbunden, jedenfalls wenn ich von meiner Mutter so rausgeschickt wurde oder wenn ich die Kapuze zubinden musste bzw zugebunden bekommen habe und der andere nicht. Es war ja auch irgendwie Strafe bzw. Kontrolle durch meine Mutter, dass ich die Kapuze aufbehielt. Voll geniessen konnte ich das Kapuze zugeschnürt tragen eigentlich nur allein und gefühlt unbeobachtet oder wenn mein Kamerad genauso eingepackt wurde und es am besten noch wie selbstverständlich annahm. Ich weiß da noch - ich war bereits 12 - nach der Schule, die Klassenkameradin, die ihren Fahrradstellplatz bei meinem hatte, wie sie immer ganz selbstverständlich sich die Kapuze aufsetzte und fest zuschnürte. Nebenbei unterhielten wir uns oft noch, es war eben wie selbstverständlich, normal und nebenbei...dann fiel es mir in der Öffentlichkeit eben auch leichter, eigentlich sogar ganz leicht.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Besucher » So 9. Dez 2018, 23:12

cappuccino hat geschrieben:
So 9. Dez 2018, 17:44
Was ist eigentlich mit Deinen Mützen passiert, nachdem Du komplett auf Kapuze umgestellt hast? Blieben die ganz normal da oder wurden die weg geräumt, wo sie nicht gleich greifbar waren (oder wurden gar entsorgt)? Und kam es nach der Umstellung auch mal vor, dass es Dir peinlich war, wenn Du Deine Kapuze aufziehen musstest?
Wenn ich mich richtig erinnere, lag sie dann für eine Zeit in der Schublade. Später hatte meine Mutter die Mütze jemand anderem gegeben. Ich hatte ja dann den Anorak, dessen Kapuze meine Mutter mit Plüsch gefüttert hatte. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass es mir nach der Umstellung noch peinlich war, meine Kapuze aufzusetzen. Im Allgemeinen tat ich das dann auch von mir aus. Wie im anderen Beitrag beschrieben, musste ich mir zwar einen Anstoß geben, um auch bei meinem Parka auf Kapuze umzustellen, aber dann war das ganz normal geworden.
Und wie schon mal geschrieben, später als ich schon nicht mehr zuhause wohnte, war in einem Paket von meiner Mutter mal eine leichte Wollmütze mit dem Vermerk, dass ich diese ja unter der Kapuze tragen könne.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von cappuccino » So 9. Dez 2018, 17:44

Was ist eigentlich mit Deinen Mützen passiert, nachdem Du komplett auf Kapuze umgestellt hast? Blieben die ganz normal da oder wurden die weg geräumt, wo sie nicht gleich greifbar waren (oder wurden gar entsorgt)? Und kam es nach der Umstellung auch mal vor, dass es Dir peinlich war, wenn Du Deine Kapuze aufziehen musstest?

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Besucher » So 9. Dez 2018, 13:29

In der Verbindung, wie oben beschrieben - der eine mit einer Kapuze, der andere mit einer Mütze - fiel mir noch etwas aus meiner Kindheit bzw. Jugendzeit ein: Für gute Zwecke hatte ich einen schönen blauen Parka mit Plüschfutter. Der kam auch im Alltag zum Einsatz, wenn es besonders kalt war. Dann mit heruntergezogener Skimütze, Kapuze drüber, Schal um und Handschuhe. Aber ansonsten trug ich ihn mit einer Fellimitatmütze mit leichten Ohrenklappen, die man von innen ausklappen konnte. Meiner Mutter gefiel sie eben sehr gut. Ein Freund von mir, mit dessen Familie auch meine bekannt war, trug seinen Parka immer mit aufgesetzter Kapuze. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bei meinem Anorak schon von Pudelmütze auf Kapuze umgestellt, aber bei bei meinem Parka war noch die Mütze Standard. Dann nahm ich wieder meinen Mut zusammen und fragte meine Mutter, da mein Freund die Kapuze auf hat, ob ich bei meinem Parka nicht auch die Kapuze aufsetzen könne, statt die Mütze zu tragen. Erfreulicherweise stimmte sie zu. Ab dem Zeitpunkt wurde dann auch bei meinem Parka die Kapuze Standard. Die war mir viel lieber als die Mütze - vor allem wegen es kuscheligen Plüschfutters und weil sie mehr abdeckte. Ich fühlte mich darin wirklich gut.
Vielleicht fiel das auch einer Nachbarin auf. Die sprach einmal von "dein Mantel mit der Kapuze".

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von cappuccino » Fr 7. Dez 2018, 21:33

Hallo Besucher,

schön mal wieder was von Dir zu lesen.

Das war im Grundschulalter. Das Wetter war eher nicht so kalt, es war wohl mehr eine Lektion erteilen als eine Strafe. Ich habe sie richtig aufgesetzt und auch gleich zugebunden, weil mir klar war, dass meine Mutter nichts anderes akzeptieren würde. Und ja, hätte ich sie aufgesetzt und zugebunden bekommen, wäre das wohl noch etwas peinlicher für mich gewesen. Deswegen habe ich sie vermutlich dann auch gleich gut zugebunden, damit mir das nicht passiert.

Kapuzige Grüße

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Besucher » Mi 5. Dez 2018, 14:17

Hallo cappucino,
zu oben noch eine Frage: Ich weiß ja nicht, wie alt du damals warst. Wie wäre es für dich gewesen, wenn deine Mutter aufgrund deines Kommentars zur Kapuze deines Cousins sich vor dich gestellt hätte mit Worten wie "Gut, dass du mich an die Kapuze erinnert hast. Ist doch viel besser, die auch noch auf zu haben!" oder ähnlich und sie dir dann vor dein Augen deines Cousins über die Mütze gezogen und demonstrativ fest zugeschnürt hätte?

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Besucher » Mo 3. Dez 2018, 09:29

cappuccino hat geschrieben:
Sa 17. Nov 2018, 23:02
Mir ist kürzlich auch noch etwas von früher eingefallen. Ich war mit meiner Mutter und einem Cousin unterwegs, ich trug eine Mütze und er seine Kapuze. Ich konnte meine Klappe nicht halten und habe irgendeinen blöden Kommentar darüber gemacht. Woraufhin meine Mutter sagte: "Du hast auch eine Kapuze, setzt die doch mal auf!" - "Ich habe doch meine Mütze auf" - "und über die ziehst du jetzt Deine Kapuze" und zwar in einem Ton der klar machte, dass es besser war jetzt nicht darüber zu diskutieren. Mein Cousin hat sich einen gegrinst, das weiß ich noch!
Hallo cappuccino, was mich interessieren würde: Hast du deine Kapuze dann widerwillig nur locker übergezogen oder richtig aufgesetzt und zugebunden? War es dir dann unangenehm oder hast du das locker weggesteckt? War das vom Wetter her passend, Mütze UND Kapuze aufzuhaben oder war das mehr eine "Strafe" für deinen "blöden Kommentar"?

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Gummisus » So 18. Nov 2018, 07:21

Ich bin bei meiner Tante aufgewachsen. Sie bestimmte was anzuziehen war, groß kräftig und dominant wie sie war, duldete sie keinen Widerspruch noch Widerstand. Schirme gab es in ihrem Haushalt nicht, es wurde Regenmantel oder Regencape und Kapuze getragen. Selbst kleidete sie sich in einen Kleppergummimantel und wenn sie ins Theater ging, holte sie ihr Kleppercape hervor.
Ich habe immer fasziniert zugesehen wenn sie sich die Kapuze aufsetzte und drapierte um sie dann zuzuziehen. Sie hatte eine kindliche Freude daran die Klepperkapuze nach ihren Vorstellungen anzupassen.
Schon bei den ersten Anzeichen von Bewölkung musste ich das Regencape anziehen wenn ich das Haus verließ.
Auch nach dem wöchentlichen Bad musste ich einen flauschigen Bademantel anziehen und sie zog mir die Kapuze drüber. Wenn sie aus dem Bad kam, in die Kapuze gehüllt, legte sie sich auf die Wohnzimmerbank. Ich musste sie in Badetücher hüllen und zusätzlich einwickeln und zudecken. Nachschwitzen nannte sie es.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von cappuccino » Sa 17. Nov 2018, 23:02

Mir ist kürzlich auch noch etwas von früher eingefallen. Ich war mit meiner Mutter und einem Cousin unterwegs, ich trug eine Mütze und er seine Kapuze. Ich konnte meine Klappe nicht halten und habe irgendeinen blöden Kommentar darüber gemacht. Woraufhin meine Mutter sagte: "Du hast auch eine Kapuze, setzt die doch mal auf!" - "Ich habe doch meine Mütze auf" - "und über die ziehst du jetzt Deine Kapuze" und zwar in einem Ton der klar machte, dass es besser war jetzt nicht darüber zu diskutieren. Mein Cousin hat sich einen gegrinst, das weiß ich noch!

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von cappuccino » Mo 6. Aug 2018, 21:56

Daran dass einem die Mütze vom Kopf gezogen wurde und dann irgendwo in Sträucher oder den Dreck geschmissen wurde kann ich mich auch noch erinnern. Hatte man dann einen Vorteil wenn man seine Kapuze aufgesetzt hatte.

Und wenn es vorkam, dass ich nur mit Mütze unterwegs war, habe ich es manchmal provoziert, dass man man mir die Mütze wegriss. Habe mich dann etwas angestellt die Mütze wieder zu bekommen und meine Kapuze gleich aufgesetzt. Habe ich dann meine Mütze wieder bekommen habe ich sie meist in die Tasche gesteckt und die Kapuze auf gelassen. Erst bevor ich daheim war habe ich dann wieder getauscht...

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von cappuccino » Mo 6. Aug 2018, 21:44

Dass ich zuhause mal eine Kapuze vom Sweatshirt tragen müsste, wüsste ich nicht mehr, aber ich hatte einen Bademantel, dessen Kapuze ich nach dem Baden oder Duschen mit Haare waschen öfter mal aufziehen musste.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Daunenjacke2 » Mo 30. Jul 2018, 07:54

Zu meiner Schulzeit war es an ganz kalten Tagen nicht unüblich, dass man im Schneeanzug (Einteiler) zur Schule ging und diesen dann dort auszog, um ihn in der Pause wieder anzuziehen.

Ich habe meinen Anzug aus glattem, kalten und rascheligem Nylon geliebt...

Eine Mitschülerin von mir trug ab und zu einen rosa Schneeanzug... Der sah ziemlich süß aus...

Natürlich hatte jeder Anzug auch eine Kapuze...

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Schneeanzug » So 29. Jul 2018, 17:30

Musste jemand von euch als Kind auch drinnen die Kapuze des Kapuzenpullis oder Sweat- oder Strickjacke aufsetzen? Wenn man krank war oder Ohrenschmerzen hatte z.B.?

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Kapuzinerbruder » So 15. Jul 2018, 14:14

Gast hat geschrieben:
Di 30. Mai 2017, 21:04
Als ich so 12 war kam oft eine Babysitterin ,damals hatte ich schon eine Vorliebe für Kapuzen ,es war Herbst und Nachmittag ,wir machten einen Spaziergang und ich habe mich extra warm angezogen ,zum einen weil es die Babysitterin so wollte und zum anderen weil ich mir Hoffnung auf eine Gelegenheit zum Kapuze aufsetzen machte.
Bei mir war es eine Sandkastenfreundin. Keine Ahnung wie alt ich da genau war, ich erinnere mich nur das ich bereits in der Schule war.
Muß da so 9 oder 10 Jahre gewesen sein.

Jedenfalls war da meine Freundin die ich seit dem Kindergarten kannte. Die trug fast immer wenn wir zusammen unterwegs waren diesen
ausgewaschenen roten Hoodie mit Tunneltasche. In der hatte sie immer ihre Hände drin, was ich zu Anfang cool und später sexy fand, auch wenn ich das Wort noch nicht kannte.
Mit der Zeit fing ich dann an immer an meinen rot-weiß gestreiften Pulli einzupacken wenn wir uns verabredeten.
Kurz vor unserem Treffpunkt zog ich mir den dann immer über.

Ich hatte unglaublichen Bammel ich könnte in diesem Aufzug von meinen Eltern entdeckt werden, was einen Teil des Reizes ausmachte.
Ziemlich bescheuert wenn man mit etwas Abstand darüber nachdenkt. Ich glaube nicht das meine Eltern sich jedes mal gemerkt haben
in welchen Klamotten ich das Haus verlassen habe.
Ich hätte auch gerne so einen echten Sweater mit Kapuze und Tunneltasche gehabt, die waren meinen Eltern aber immer zu teuer.
Aber wenigstens hatte mein Kapuzenpulli ein paar schöne feste rote Kordeln. Beim spielen auf dem Spielplatz haben wir auch immer
mit unseren Kordeln herumgespielt.

Da hat sich mein Verhältnis zur Kapuze verändert, weil ich gemerkt habe wie mich sowohl das tragen der Kapuze, als auch das betrachten
und berühren der Kapuze meiner Sandkastenfreundin erregte.
Ab da ging es los das ich Kapuzen immer häufiger nur im geheimen getragen habe.
Während der Pubertät war es für mich immer eine Horrorvorstellung ich könnte eine Latte bekommen wenn ich nach dem Sport wieder
mal neben einem meiner Mitschüler/innen mit Kapuze im Bus oder im Unterricht saß.

Ich fing dann auch mit dem experimentieren an. Im Winter zog ich mir unter dem Sweater ein T-Shirt mit Kapuze an und freute mich
klammheimlich ein wenig. Mit der Zeit beruhigte sich das dann aber.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Kapuzinerbruder » So 15. Jul 2018, 13:49

Lax hat geschrieben:
Do 28. Jun 2018, 15:22
Ich kann mich nur daran erinnern dass die Büchertasche recht groß war und sehr hoch an den Schultern saß.
Wenn ich also im Winter die Jacken mit dicker Kapuze anziehen sollte, lag die natürlich wie ein Berg hoch hinter dem Kopf und beim rennen flog sie oft herum hinter mir.
So passierte es auch schnell beim bücken oder nach unten schauen das man sie plötzlich auf dem Kopf hatte.
Ja, kann ich auch nachvollziehen. Der einzige Trost war dann, daß es den anderen nicht besser ging.

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Lax » Do 5. Jul 2018, 13:07

Da muß ich Dir zustimmen. Mützen wurden auch bei uns herum geworfen. Aber es gab auch welche die Kapuze trugen. Das was für uns auch normal.
Einer von uns hatte damals schon einen dicken dunkelblauen Parka. Er war recht schüchtern. Da haben ihn die Mädchen in seinem Parka eingesperrt. Also Kapuze auf und komplett zugezogen. Kordel vom Saum fest gezurrt und dann so im Vorraum der Klasse an der Garderobe festgeknotet.
Die Lehrerin hat ihn so gefunden, von der Garderobe gelöst und zugeschnürt in die Klasse gestellt. Da mußten wir ihn dann befreien. Ärger gab es allerdings nicht.
Es war halt ein gemeiner Spaß

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von JeansParka » Di 3. Jul 2018, 15:50

Das wir Kinder uns gegenseitig die Mützen vom Kopf gerissen haben, daran kann ich mich auch erinnern. Entweder musste man diese dann zurückerobern oder sie wurde einfach irgendwo hingeschmissen. Ich glaube, das war tatsächlich mit ein Grund, dass meine Mutter es favorisierte mir die Kapuze aufzusetzen und zuzubinden. Und in der richtig kalten Jahreszeit dann eben mit der Mütze darunter. Jedenfalls hat sie sich ein paar mal mächtig über das Mütze runterreissen aufgeregt, weil sie Erkältungen befürchtete. Bei der Kapuze konnte sie eben sicher sein, dass diese - wenn zugebunden - oben blieb und nicht wegkam. Jedenfalls war sie nicht mal so eben im vorbeilaufen runterzuziehen und schon gar nicht wegzuschmeißen. Natürlich war der zweite Grund auch, dass ich selbst sie ebenfalls - solange ich sehr klein war - nicht einfach runterziehen konnte und später, dass in dem Fall klar war, dass ich es vorsätzlich tat und es nicht irgendwie durch Wind etc. passierte. Und wie schon öfter gesagt, wenn es hieß Kapuze auf und die bleibt oben, dann war das Gesetz und wenn sie dann doch runterrutschte dann brauchte man einen verdammt guten Grund, einen Grund wo man eigentlich nichts dafür konnte!

Re: Kapuzenerlebnisse als Kind

von Besucher » Mo 2. Jul 2018, 22:32

cappuccinos Beitrag erinnerte mich an eine frühere Arbeitskollegin. Sie überlegte laut - ihre Tochter war gerade beim Schulschwimmen - "Hoffentlich setzt sie ihre Kapuze auf." Ich meinte: "Das ist bei Kindern oft schwierig. Viele mögen Kapuzen nicht." Sie meinte: "Sie setzt sie schon auf. Sie findet Mützen doof."
Ich hatte einmal ein Gespräch von zwei Müttern mitgehört, wobei es allerdings um Kleinkinder ging. Da kam zum Ausdruck, dass ein bestimmtes Kleinkind sich immer die Mütze vom Kopf reißt, bei der aufgesetzten Kapuze aber nichts macht.

Nach oben