Auf die Gefühle eingehen

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Auf die Gefühle eingehen

#1 Beitrag von Besucher » Mo 4. Feb 2019, 15:37

In vielen unserer Beiträge wird auf die Gefühlswelt von uns als Kindern damals eingegangen. Ich habe mir einmal Gedanken darüber gemacht, wie man die Gefühle der Kinder besser berücksichtigen kann. Ich glaube, der größte Schlüssel liegt in der Kommunikation und in dem Verständnis für sie.

Ein Beispiel: Ich habe zwei Anoraks mit gegensätzlichen Kapuzen. Bei dem einen ist es so, dass wenn ich die Kapuze ohne Mütze drunter aufsetze, dass ich den gekräuselten Rand der zugezogenen Kapuze rechts, links und oben sehe, auch wenn die Sicht, z. B. im Straßenverkehr nicht eingeschränkt ist. Der eine fühlt sich darunter geboren und beschützt, der andere eingesperrt und meint, dass es furchtbar aussieht. Um letzteres zu verhindern, bräuchte man die Kapuze nur umschlagen bzw. beim nächsten Anorakkauf darauf achten, dass die Kapuze nicht so groß ist. Das ist bei dem anderen Anorak der Fall. Auch wenn keine Mütze drunter ist, sieht man selbst wenn sie gut zugebunden ist, mit den Augenwinkeln nur wenig von ihr. Man spürt sie kaum, außer, dass der Wind und die Kälte am Kapuzenrand aufhören.

Wenn ich vorher schrieb, dass man ggf. darauf achtet, dass die Kapuze nicht so groß ist - einmal bekam ich mit, wie ein Vater seine Tochter aufforderte, dass sie ihre Kapuze aufsetzen sollte. Sie meinte: "Die ist so eng." Also am besten beim Kauf ausprobieren. An einmal kann ich mich noch erinnern, wie mir bei der Anprobe des Anoraks gleich die Kapuze übergezogen wurde.

Dann gibt es noch etwas hinsichtlich des Gefühls. Wie schon einmal beschrieben, wollte meine Mutter damals, dass ich - auch wenn es nicht kalt war - unter dem Regencape meinen Anorak anhabe und die Kapuze aufsetze, damit ich nicht das kalte PVC an den Ohren haben muss. Sie hätte es gestört. Mich jedoch nicht. Auch weiß ich von anderen, dass sie es sogar gern gehabt hätten. Auch hier muss man reden.

Wie in manchen Schilderungen zu lesen ist, stehen die Erwachsenen da und reden und die Kleinen sind in der Kapuze eingepackt. Wenn sie sehen würden, dass auch die Erwachsenen - wenn auch nicht alle - eine Kapuze auf haben, wäre es für sie wohl viel eher akzeptabel.

Wie ich schon einmal geschrieben hatte, baten kleine Kinder einen Bekannten von mir, ihnen die Kapuze aufzusezten und sie fest zuzubinden. Andere mögen es nicht so fest - aber sinnvoll verschlossen, sollte sie natürlich schon sein.

Und ich denke, das wichtigste ist auch, wie man mit ihnen spricht. Da habe ich vor allem die Schilderungen von JeansParka im Sinn. Es kann Befehle geben oder liebevolle Worte, wie z. B. die von seiner Tante.

Wenn man also auf die Gefühle der Kinder eingeht, kann man sicher hinischtlich der Kapuze viel gewinnen.

Besucher

Re: Auf die Gefühle eingehen

#2 Beitrag von Besucher » Mi 6. Feb 2019, 13:21

Mir fiel noch etwas dazu ein, aber das ist von den meisten Eltern wohl kaum zu erwarten: Wenn man als Gruppe unterwegs ist - die Absprache.
Wie schon einmal beschrieben, waren meine Eltern mit mir zusammen mit einer befreundeten Familie die 3 Kinder hatten zu einer Wanderung unterwegs. Ich hatte, wie zu der Zeit üblich, meinen Steppanorak an und die Pudelmütze auf. Da es nasskalt war, zog mir meine Mutter ziemlich bald noch die Kapuze über die Mütze. Von den anderen Kindern kann ich mich kleidungsmäßig nur an ein Mädchen erinnern, das auch einen Anorak mit fester Kapuze anhatte. Die hatte sie aber nicht auf, sondern nur ein Kopftuch umgebunden. Dabei blieb es auch. Ihr wurde die Kapuze nicht aufgesetzt - nur mir. Mir machte das nichts aus, dass ich wohl der einzige mir der Kapuze über der Mütze war. (Später kam ohnehin noch das Regencape drüber.) Aber ich denke, vielen Kindern wäre das peinlich unter den anderen der einzige mit aufgesetzter und zugebundener Kapuze zu sein.
Ich stelle mir vor, dass es sinnvoll wäre, wenn eine Mutter die andere(n) kurz anspricht und fragt: "Sollen wir den Kindern nicht besser die Kapuze überziehen?" Ich glaube, dass es in der Mehrheit der Fälle heißen würde: "Gute Idee!" statt: "Braucht meine(r) nicht." Dann heißt es: "Kommt bitte mal her ..." und alle bekommen zusammen die Kapuze auf. Das dürfte dann keinem der Kinder mehr peinlich sein. (Vor allem nicht, wenn auch ein oder mehrere Erwachsene eine Kapuze auf haben.)

manfred58
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Re: Auf die Gefühle eingehen

#3 Beitrag von manfred58 » Do 7. Feb 2019, 06:58

Manchmal kann man die Gefühle auch nicht so richtig einordnen. Ich denke da an meine Kindheit und mein blaues PVC Cape.
Ich hätte es am liebsten immer getragen auch in der Wohnung aber da war diese Scham die ich nicht einordnen konnte und meine Eltern mit Sicherheit auch nicht.
Es sei denn sie hätten die gleiche " Krankheit " gehabt. :D . Ich habe sie heute noch . Es gibt für mich nichts schöneres als im Regencape eingepackt , mit aufgesetzter Kapuze durch den Regen zu laufen.

JeansParka
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Re: Auf die Gefühle eingehen

#4 Beitrag von JeansParka » Do 7. Feb 2019, 08:02

Hallo Besucher,
ich kann nur sagen, dass du mir aus der Seele sprichst, denn genau dieses auf die Gefühle eingehen bzw. sie ernst nehmen habe ich vermisst. Bei mir war es ja so, als ich Ende der sechziger meinen ersten Anorak mit Kapuze bekam, dass ich schon beim auspacken des Weihnachtsgeschenkes irgendwie Panik wegen der Kapuze hatte. Ich hab mich manchmal gefragt wieso eigentlich, denn vorher konnte ich mich an Kapuzenerlebnisse bzw. Jacken mit Kapuze kaum erinnern. Aber das stimmt dann doch nicht ganz, denn als ganz kleines Kind hatte ich einen karierten Regenponcho mit Kapuze. Ich kann mich zwar kaum dran erinnern, aber er wurde mir bei Regen übergeworfen und er fand wohl auch noch Verwendung als er eigentlich schon zu eng war. Alte Bilder zeigen mich jedenfalls darin. Er war vorne mit Druckknöpfen ausgestattet und ich hatte die Kapuze zugebunden. Als ich neulich das Bild (S/W) entdeckte ging es jedenfalls mit dem Gefühl des eingeengt seins einher ohne das ich mich genau erinnern kann.
Aber jedenfalls bekam dann ja fast jedes Kind einen Anorak mit Kapuze und viele Eltern waren von der Kapuze ganz begeistert, meine jedenfalls und meine Tante ja auch. Und genau da zeigten sich dann Unterschiede, während meine Mutter, das einfach umsetzte und dann beim Widerstand mit einem basta und strenge erzwang, war meine Tante so, dass sie eher die Begeisterung für die Kapuze rüberbrachte. ich erinnere mich daran, dass sie Kapuze immer mit kuschelig verband und eben auch meine Cousine wenn es um das Zubinden ging auf Vorteile wie, dass sie dann besser sitzt und nicht stört wie vor die Augen rutscht und eigentlich fragte sie auch immer wenn alles fertig eingepackt war, ob das so gut ist oder zu sie zu eng sitzt. In diesen Genuss kam ich nur wenn meine Mutter nicht dabei war und demnach meine Tante die Verantwortung für mich hatte. Und das obwohl sie schon irgendwie klar ausstrahlte, dass es dann an der Kapuze nichts zu deuteln gibt. Von ihr kenn ich auch diesen Test Kopf hin- und herdrehen, ob sie nicht zu lose sitzt und dabei Sichteinschränkungen verursacht. Sie hat schon manchmal meiner Cousine deshalb die Kapuze wieder geöffnet und enger gebunden. Aber das wirkte immer eher einvernehmlich, eher so wie eine Autorität die überzeugte...so hab ich das erlebt während meine Mutter eher eine Autoritätsrolle wahnahm in der sie durchsetzte, ohne überhaupt das Gefühl der Mitsprache zu haben oder auch nur verstanden zu werden bzw. meine Gefühle wahrzunehmen und darauf wenistens eingehen. Jedenfalls als es losging fühlte ich mich durch die zugeschnürte Kapuze eher eingesperrt und mochte das überhaupt nicht sie so eng zugebunden zu bekommen und schon gar nicht wenn ich damit allein war oder in einer Gruppe nur wenige Kapuze trugen bzw. zugeschnürt trugen. Allerdings stellte ich später dann fest, wenn sie mal nicht zugebunden wurde, zu groß oder nur lose zugebunden wurde, dann nervte sie mich wirklich weil sie ständig störte, verrutschte, vor die Augen etc. und ich ständig nachjustieren musste. Das machte mich sogar wütend. Das war dann manchmal ein Dilemma, denn um keinen Preis der Welt wäre ich in der Lage gewesen meine Mutter zu bitten die Kapuze enger zu binden und auch nicht - später dann zuzugeben dass ich die Kapuze inzwischen gerne so eng zugebunden trage. Kapuze aufsetzen behielt da immer Pflicht und zubinden das Gefühl von Zwang.
Und das habe ich tatsächlich mit meiner Tante immer anders erlebt, insbesondere als ich die Kapuze (heimlich) schon zugebunden tragen mochte. Das war fürsorglich interessiert und irgendwie doch klar, dass sie nötig war, irgendwie aber auch liebevoll umgesetzt und betraf dann alle, denn meine Cousine trug sie dann ja auch so und natürlich auch ihre Freunde/innen wenn wir mal zu dritt oder viert waren...es war selbstverständlich, fühlte sich wärmend und beschützend an in der Kapuze und ich konnte das eben auch fühlen weil es eben anders umgesetzt wurde...während von zuhause aus war es zwar auch so, dass sich die Kapuze schön eng zugebunden später wärmend und beschützend anfühlte, aber eben auch immer mit dem Gefühl von Enge, eingesperrt sein und Zwang einherging...irgendwie auch wie ein verlorener Kampf.
Was ich mit diesen Beschreibungen eigentlich sagen will, ja Besucher du hast Recht, es spielt eine große Rolle, wie man hinsichtlich der Kapuze - wahrscheinlich auch sonst - mit den Gefühlen der Kinder umgeht und ihnen die näher bringt. In meiner Generation eben oft ein "die Kapuze wird aufgesetzt, basta" und "damit sie oben bleibt wird sie ordentlich zugebunden" verbunden mit einer zumindest wortlosen Drohung "und wehe du öffnest die Schleife", aber es gab auch andere Erfahrungen und das waren dann wahrscheinlich die Kinder, die eher selbstverständlich die Kapuze aufsetzten und völlig unbefangen zubanden oder gar ihre Mutter baten "kannst du mir bitte helfen" oder "kannst du mir die kapuze zubinden"...ich kann das zwar nicht genau unterlegen, aber meiner Beobachtung entspricht das schon, wenn ich diese - meist Mädchen - Kinder mal mit ihren Eltern beim Kapuze aufsetzen/zubinden beobachtet habe.
Einen Hinweis noch, ja auch das war skurill, wir sollten die Kapuze unbedingt aufsetzen und zubinden, aber die Erwachsenen hatten kaum Kapuzenklamotten und sehr selten sah man Erwachsene mit aufgesetzter Kapuze von zugebunden ganz zu schweigen. Das habe ich bestenfalls mal auf einem Schiff oder beim Fahrradfahren im Regen in meine Kindheit beobachtet. Allerdings erinnere ich mich daran, dass meine Tante schon wenn es richtig kalt war sich die Kapuze über die Mütze zog, zwar nicht zuband, aber einen Schal über die Kapuze um den Hals wickelte....ich glaube es wäre wirklich einfacher für uns gewesen, wenn die Erwachsenen bei sich selbst das umgesetzt hätten wovon sie bei uns Kindern überzeugt und nicht abzubringen waren

Daunenkapuze
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Re: Auf die Gefühle eingehen

#5 Beitrag von Daunenkapuze » Do 7. Feb 2019, 08:48

Hallo JeansParka,
In vielen Sachen gebe ich dir Recht.
Ich habe als Kind auch Sachen mit Kapuze gehabt bis sich mal ein Kind über meine Kapuze lustig machte- ich weiß nur noch das es meine Kapuze,,Kaffesack" nannte.
Seid dem war es dann vorbei und ich sträubte mich Sachen mit Kapuze zu tragen.
Es ging soweit, dass sogar die Notkapuzen im Anorak heraus geschnitten werden mussten.
Als Krönung bekam ich als 8 oder 9 jähriger Junge von meiner Tante aus dem Westen eine Winter -Lederjacke mit Kapuze geschickt.
Meine Mutter musste mich immer bestechen, dass ich diese Lederjacke mit Kapuze anzog.
Meine Oma wollte sogar eine Schneiderin beauftragen die Kapuze gegen einen Fellkragen auszutauschen - was aber nie passierte.
Was aus der Lederjacke dann geworden ist weiß ich nicht mehr.
Danach kam eine lange Kapuzenfreie Zeit - obwohl ich mir immer schöne dicke Kapuzen angesehen habe.
Meine Eltern trugen selbst auch keine Kapuzen ebenso war es bei meinen Omas.
Ich kann mich nur an meine Tante erinnern die eine Kapuze trug und sie auch aufsetzte.
Es war eben halt noch sehr selten Kapuze zu tragen- der Handel hatte da keine großen Angebote.
Die schönsten Sachen waren da die Pelzjacken und Mäntel mit Kapuze aus russischer Produktion oder die Daunensachen aus dem Westen.
Meine Klassenlehrerin hatte auch eine Pelzjacke mit einer riesigen Kapuze - sie sah darin umwerfend aus.
Meine selbstgekaufte Jacke mit Kapuze habe ich mir erst nach der Wende gekauft.
Die Interesse an schönen geschnittenen dicken Kapuzen ist geblieben.
Und da liegt glaub ich das Problem, dass Kinder manchmal die Kapuze auch nicht mögen - manche Kapuzen passen einfach nicht zum Rest weil sie lieblos hergestellt werden.
Dazu zählen für mich Stoff, Schnitt, die Größe der Kapuze, Pelzbesatz , Pelzfutter und auch die Bänder oder Gummizüge zum zubinden - ich mag das Gebammel an der Jacke oder Kapuze überhaupt nicht.
Ja so hat eben jeder seine Erfahrungen und Ansichten.
LG die Daunenkapuze
Dicke ,große,glänzende Daunenkapuzen sind toll...

Gummisus
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Re: Auf die Gefühle eingehen

#6 Beitrag von Gummisus » Fr 8. Feb 2019, 06:57

Meine Tante hat mich ganz einfach zum tragen der Kapuze erzogen. Es war die Zeit wo Schirme noch nicht in dem Umfang vorhanden und leistbar waren. Tante trug fast immer einen ihrer Kleppergummimäntel mit angeknöpfter Kapuze.
Als ich noch kleiner war gab es für mich ein Regencape, damals noch Pelerine, später einen Regenmantel mit Kapuze. Im Winter hatten alle Mäntel und Anoraks Kapuzen, darauf achtete sie beim Kauf.

cappuccino
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Re: Auf die Gefühle eingehen

#7 Beitrag von cappuccino » Sa 9. Feb 2019, 16:51

Hallo,

mir gefällt Besuchers Vorschlag und es wäre einerseits vermutlich nicht schlecht gewesen, wenn das früher so behandelt worden würde. Ein mitfühlendes "Es ist kalt, setze bitte Deine Kapuze auf" war schon viel besser als ein strenges "Kapuze auf! Und fest zubinden!".

Andererseits wäre es für mich vermutlich ziemlich peinlich gewesen, wenn meine Mutter mich gefragt hätte, warum ich meine Kapuze nicht einfach ohne Aufforderung aufsetze oder ob ich mit der Kapuze ein Problem habe.

In einem Punkt hat er absolut recht: Nichts half für uns (zumindest für mich) so sehr, wie wenn Erwachsenen selbst ihre Kapuze aufsetzten. Leider kam das früher nicht so oft vor.

Besucher

Re: Auf die Gefühle eingehen

#8 Beitrag von Besucher » So 10. Feb 2019, 00:29

cappuccino hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 16:51
Andererseits wäre es für mich vermutlich ziemlich peinlich gewesen, wenn meine Mutter mich gefragt hätte, warum ich meine Kapuze nicht einfach ohne Aufforderung aufsetze oder ob ich mit der Kapuze ein Problem habe.
Hallo cappuccino,
ich glaube, jeder kam schon mal mit einer nicht von der eigenen Mutter aufgesetzten Kapuze nach Hause, z. B. weil es regnete oder ein anderer Erwachsener ihn/sie dazu aufforderte bzw. ihm/ihr die Kapuze aufsetzte (z. B. Mutter von Spielkameraden o. ä.). Dann hätte der Kommentar gut getan: "Super, dass du dir die Kapuze (selber) aufgesetzt hast! Du wirst ja richtig selbstständig."
Ich glaube, das hätte gut getan und gut gewirkt. Oder?

Ich hatte das ja mal versäumt. Wie schon mal berichtet, blieb bei einer Wanderung meine Mutter zurück und ich ging mit den anderen weiter. Das war zu der Zeit, als noch die Mütze Priorität hatte. Das war aber im Sommer in den Bergen; also die Mütze hatte ich nicht auf. Es war auch nicht so kalt, aber ich hatte meinen Anorak an. Meine Mutter rief mir dann noch nach: "Denk dran, du hast eine Kapuze!" Es regnete nicht, und ich hatte sie nicht aufgesetzt. Hätte ich irgendein Lüftchen oder so als Anlass genommen, meine Kapuze aufzusetzen und aufzulassen, hätte so ein Lob wohl den Durchbruch gebracht. Und ich glaube, das wäre nicht nur bei mir so gewesen.

Besucher

Re: Auf die Gefühle eingehen

#9 Beitrag von Besucher » So 10. Feb 2019, 08:41

Noch zu oben:
Man könnte dem noch etwas draufsetzen - allerdings ist das schon fast nicht mehr realistisch. Wenn das so wäre, wie oben beschrieben, könnte sie die Mutter, sofern das Kind dabei ist, im Beisein anderer positiv äußern: "... wird jetzt schon richtig selbstständig. Neulich hat er/sie sich die Kapuze selber aufgesetzt (und gut zugezogen), ohne dass ich ihm etwas gesagt habe. Er/sie ist richtig vernünftig geworden. Man kann sich auf ihn/sie verlassen."
Das könnte vielleicht dazu führen, dass er/sie gern die Kapuze aufsetzt und das auch ohne Peinlichkeit, wenn er/sie sich von anderen aus auf den Heimweg macht.

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