Kapuzenregeln

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Kapuzenregeln

#1 Beitrag von Besucher » So 8. Jul 2018, 18:57

Gab es bei euch eigentlich "Kapuzenregeln"? Ich meine damit z. B. wie schon anderweitig gelesen: Nach dem Hallenbadbesuch AUF JEDEN FALL die Kapuze aufsetzen - egal bei welcher Temperatur -, entweder solo oder, wenn Mütze auf, dann drüberziehen. Oder: Wenn sonst auch Mütze ODER Kapuze o. k. ist, dann zum Radfahren AUF JEDEN FALL Kapuze - solo oder mit Mütze drunter. Oder: Wenn sonst Mütze, aber 1. Dezember bis 20. Februar Mütze UND Kapuze. Gab es so etwas bei euch oder war das immer individuell - je nach Wetter und Situation?

Capie
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Re: Kapuzenregeln

#2 Beitrag von Capie » So 8. Jul 2018, 22:27

Bei mir gab es nur die Regel nach dem Schwimmen etwas auf den Kopf zu setzen. Ausnahmen gab es nur im Sommer, wenn es wirklich sehr warm war. Es war aber egal, ob man eine Kapuze, Mütze oder auch nur einen Fahrradhelm aufsetzte.

Heute setze ich im Winter nach dem Schwimmen grundsätzlich eine Mütze auf. Bei Regen kommt eine Regenhaube hinzu. Die Regenhaube trage ich immer wenn es regnet.

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Re: Kapuzenregeln

#3 Beitrag von Besucher » So 8. Jul 2018, 23:52

Capie hat geschrieben:
So 8. Jul 2018, 22:27
Bei mir gab es nur die Regel nach dem Schwimmen etwas auf den Kopf zu setzen. Ausnahmen gab es nur im Sommer, wenn es wirklich sehr warm war. Es war aber egal, ob man eine Kapuze, Mütze oder auch nur einen Fahrradhelm aufsetzte.

Heute setze ich im Winter nach dem Schwimmen grundsätzlich eine Mütze auf. Bei Regen kommt eine Regenhaube hinzu. Die Regenhaube trage ich immer wenn es regnet.
Die Mütze kann ich nachvollziehen, wenn mir auch die Kapuze lieber ist. Aber bei einem Fahrradhelm ohne Regenhaube kommt ja nun doch viel kalte Luft an den Kopf. Vor allem, was für mich noch bedeutender ist: Ein Fahrradhelm schützt die Ohren nicht; auch nicht die Nackenpartie, die von einer Mütze ebenfalls nicht abgedeckt wird. - Jeder kann machen, was er möchte - ich fahre jedenfalls grundsätzlich mit Helm und darunter habe ich - außer wenn es sehr warm ist, die Kapuze meines Anoraks und ggf. meines Regencapes bzw. Regenjacke. Wenn es kalt ist, ist darunter noch eine dünne Wollmütze. Als ich noch mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr, hatte ich in den Sommermonaten, in denen es bei der Heimfahrt gut warm war, morgens immer meinen Windbreaker an und die Kapuze ausnahmslos immer aufgesetzt. Das war mir - vor allem an den Ohren - viel angenehmer als ohne. Zur Heimfahrt habe ich den Windbreaker natürlich im Rucksack verstaut.
Auch das ist Geschmacks- und Ansichtssache: Eine Regenhaube habe ich nicht. Wenn es regnet, ziehe ich mein Regencape über und wenn es nasskalt oder sehr windig ist, kommt die Regenjacke über meinen Anorak. Somit habe ich öfter zwei Kapuzen auf meinem Kopf bzw. über der Mütze und unter meinem Helm

JeansParka
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Re: Kapuzenregeln

#4 Beitrag von JeansParka » Mo 9. Jul 2018, 13:20

In meiner Kindheit wurden einige feste Regeln aufgestell. Als ich kleiner war hat meine Mutter mich ja einfach so angezogen und fertig. Da gab es dann die Regel, dass ich das nicht selbstständig verändern darf, wobei es wahrscheinlich in Ordnung gewesen wäre, wenn sie Kapuze für nicht erforderlich hielt, die einfach aufzusetzen. Das habe ich tatsächlich nicht ausprobiert. Aber umgekehrt war jedenfalls nicht erlaubt. Ich erinnere mich, als ich so 7 Jahre alt war und nach längerer Krankheit das erste mal wieder raus durfte, dass sie meinte es wäre nicht so warm, mir Kapuze aufsetzte und fest zuschnürte. Als es sich für mich draussen doch als wärmer herausstellte, die Sonne sogar durchkam und fast kein Kind etwas auf dem Kopf trug, da wollte ich die Kapuze natürlich auch vom Kopf haben. Ich klingelte dann aber an der Wohnungstür und fragte, ob ich die Kapuze absetzen darf, wie die anderen Kinder. In dem Fall war die Antwort dann natürlich sehr ernüchternd, denn sie sagte, dass die anderen ja auch nicht krank waren und sie keine Lust darauf hätte, dass ich einen Rückfall bekomme. So musste ich dann den ganzen Nachmittag so verpackt bleiben, was mir zum einen zu warm und zum anderen peinlich war.
Später, ich denke so mit 10 oder 12, als ich dann meistens selbst die Kapuze aufzusetzen hatte galt dann folgendes:

1. Wie in dem Beispiel erfahren, nach einer Erkältungskrankheit galt Kapuze oder Mütze aufzusetzen. Das konnte durchaus auch mal an einem nicht ganz so warmen Tag im Sommer sein - die Jacke war ja dann dünner - auf jeden Fall bei Wind und auf dem Fahrrad.
2. Ansonsten galt Kapuze auf bei Regen und dann auf dem Fahrrad oder bei Wind war sie zuzuschnüren. Bei kälterem Regenwetter natürlich auch, ansonsten war das zubinden der Kapuze bei Regen im Sommer eine Einzelfallentscheidung.
3. So ab September war auf dem Schulweg Morgens die Kapuze aufzusetzen und zuzubinden (Fahrrad) und so ab Oktober auch auf dem Rückweg. Natürlich dann auch am Nachmittag wenn ich draussen war, war dann entweder Mütze oder Kapuze zu tragen. Das zubinden war dann eine Einzelfallentscheidung
4. Etwa mit Beginn des Dezembers galt dann Mütze auf, Kapuze drüber. Zubinden galt auf dem Fahrrad oder bei Wind als Pflicht. Ansonsten grundsätzlich nicht...es sei denn meine Mutter hielt es gerade für notwendig zum Beispiel weil andere Kinder sie so trugen oder weil ich "störrisch" war. So ab ende März, Anfang April konnte dann wieder auf die Mütze verzichtet werden.
5. Kapuze auf und zuschnüren galt dann noch den April und durchaus bis ende Mai für Morgens.
6. Je mehr ich mich gegen die Kapuze sträubte, desto sicherer und fester wurde sie zugebunden.
7. Im Urlaub waren wir oft an der Nordsee. Dort galt der Friesennerz als fester Begleiter. Der war dann wenn es kühler war zu tragen und bei Wattwanderungen oder abendlichen Spaziergängen, sofern es kühler war, war die Kapuze aufzusetzen und je nach Windlage zuzuschnüren. Regelmäßig machten wir Ausflüge mit dem Schiff. Da galt grundsätzlich Friesennerz an, Kapuze auf und zuschnüren. Nur bei wirklich warmen Temperaturen konnte auf die Kapuze verzichtet werden. Regnete es im Nordseeurlaub galt Kapuze aufsetzen und zubinden.
8. Die Regeln waren einzuhalten. Wenn ich die Kapuze vergass gab es zunächste Hinweise wie "setzt du bitte deine Kapuze auf" und "mach sie ordentlich zu" oder meine Mutter nahm das einfach selbst in die Hand.
9. Verstöße gegen die Regeln hatte Konsequenzen. Wurde ich trotz "Kapuzenpflicht" ohne gesehen oder ihr das zugetragen, dann wurde sie auf jeden Fall in nächster Zeit zugebunden mit deutlichen Hinweisen, dass die Kapuze oben zu bleiben hat.

Das hört sich jetzt alles ziemlich viel und restriktiv an und war es ja auch, andererseits war es einfach normal, galt für viele Kinder (70er Jahre) genauso und irgendwie war es auch nicht anders als wann kurze Hose und wann lange Hose zu tragen war oder wie einfach auch die Regel galt nach der Schule, erst Essen, dann Hausaufgaben und erst dann spielen.
Eine Regel habe ich noch vergessen: Nach dem Baden - ausser an warmen Sommertagen - war auch Mütze oder Kapuze aufzusetzen. Eigentlich war da sogar grundsätzlich die Kapuze Pflicht, damit der ganze Kopf abgedeckt war. Das galt nicht nur für den Schwimmbadbesuch, sondern auch wenn ich am Badetag (Samstags) noch mal nach draussen wollte. Und natürlich galt auch weiter was schon mit 7 galt: Abweichungen von den Regeln selbststänig zu beschliessen war eigentlich nicht erlaubt und wurden zumindest thematisiert.

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Re: Kapuzenregeln

#5 Beitrag von Besucher » Mo 9. Jul 2018, 14:56

JeansParka hat geschrieben:
Mo 9. Jul 2018, 13:20
... Als es sich für mich draussen doch als wärmer herausstellte, die Sonne sogar durchkam und fast kein Kind etwas auf dem Kopf trug, da wollte ich die Kapuze natürlich auch vom Kopf haben. Ich klingelte dann aber an der Wohnungstür und fragte, ob ich die Kapuze absetzen darf, wie die anderen Kinder. In dem Fall war die Antwort dann natürlich sehr ernüchternd, denn sie sagte, dass die anderen ja auch nicht krank waren und sie keine Lust darauf hätte, dass ich einen Rückfall bekomme. So musste ich dann den ganzen Nachmittag so verpackt bleiben, was mir zum einen zu warm und zum anderen peinlich war.
Hallo JeansParka,
mich würde nur mal interessieren, ob - da du der einige mit der aufgesetzten Kapuze warst - dies irgendjemand kommentiert hat oder ist da gar kein Wort darüber gefallen, wie man dies hier ja öfter liest.

JeansParka
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Re: Kapuzenregeln

#6 Beitrag von JeansParka » Di 10. Jul 2018, 13:20

Hallo Besucher,
wir waren damals ja viele Kinder, die Gruppe an dem Tag waren so etwa 8 Kinder und tatsächlich hat zu der Kapuze keiner etwas gesagt. Ich erinner mich nur an ein Mädchen, das etwa 3 Jahre älter als ich war. Sie sagte zu mir und auch in die Gruppe, schön, dass du auch wieder dabei bist...Kleidung war kein Thema. Ich weiß nur, dass wir "Ticka" gespielt haben, also getobt haben und dass mir wirklich sehr warm wurde. Aber die Anweisung meiner Mutter zu unterlaufen kam überhaupt nicht in Frage. Und wenn ich recht überlege hat auch keiner irgendwie komisch geschaut. Wahrscheinlich war das eine "normale" Regel nach Krankheit etwas wärmer angezogen zu sein und auch normal, dass man da folgsam zu sein hatte. Und doch war es mir peinlich, was dieses Gefühl wirklich ausgelöst hat und auch sonst mit Blick auf die Kapuze immer wieder auslöste? Ich weiß es nicht genau.

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Re: Kapuzenregeln

#7 Beitrag von Besucher » Di 10. Jul 2018, 19:47

JeansParka hat geschrieben:
Di 10. Jul 2018, 13:20
Hallo Besucher,
wir waren damals ja viele Kinder, die Gruppe an dem Tag waren so etwa 8 Kinder und tatsächlich hat zu der Kapuze keiner etwas gesagt. Ich erinner mich nur an ein Mädchen, das etwa 3 Jahre älter als ich war. Sie sagte zu mir und auch in die Gruppe, schön, dass du auch wieder dabei bist...Kleidung war kein Thema. Ich weiß nur, dass wir "Ticka" gespielt haben, also getobt haben und dass mir wirklich sehr warm wurde. Aber die Anweisung meiner Mutter zu unterlaufen kam überhaupt nicht in Frage. Und wenn ich recht überlege hat auch keiner irgendwie komisch geschaut. Wahrscheinlich war das eine "normale" Regel nach Krankheit etwas wärmer angezogen zu sein und auch normal, dass man da folgsam zu sein hatte. Und doch war es mir peinlich, was dieses Gefühl wirklich ausgelöst hat und auch sonst mit Blick auf die Kapuze immer wieder auslöste? Ich weiß es nicht genau.
Hallo JeansParka,
mit dieser Antwort hatte ich auch gerechnet. Das erinnert mich daran, wie schon mal erwähnt, als ich mit dem Rad unterwegs war und ich, obwohl es eigentlich nicht so kalt war, mir die Kapuze meines Anoraks überzog, weil es im unbebauten Bereich für mich doch windig war. Als ich wieder zurück kam, spielten Kinder draußen und waren nur leicht bekleidet. Ich kam dann an mit meiner zugebundenen Kapuze, die ziemlich viel abdeckte. Die Kinder sprachen mit wegen etwas anderem an, erwähnten aber bezüglich meines Anoraks und der Kapuze gar nichts, obwohl ich es akzeptiert hätte, wenn sie gefragt hätten: "Frieren Sie?" Nein, es kam gar nichts. Auch nicht von meiner Tochter, die auch draußen war.

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Re: Kapuzenregeln

#8 Beitrag von JeansParka » Mi 11. Jul 2018, 09:16

Das war fast immer so, dass kein Kind dazu etwas sagte. Es war wohl normal, dass die Eltern das bestimmten. Und die Entscheidung fiel immer, je nach Eltern, unterschiedlich aus. Aber die Regeln wurden akzeptiert bzw. hingenommen. Bei mir in der Siedlung waren wir oft so 8 bis 10 Kinder, die zusammen spielten. Und an so einem normalen Tag im Herbst waren von den zehn dann vielleicht 3 oder 4 mit Mütze, 3 oder 4 mit Kapuze und zwei oder drei mit zugebundener Kapuze, zu denen ich in der Regel gehörte. Aber das wurde seltenst Thematisiert. Meine Mutter war mit der Kapuze eben relativ streng oder auch nur konsequent. Sie legte grundsätzlich großen Wert darauf, dass Mütze oder Kapuze oben blieb. Deshalb zog sie die Kapuze vor, die konnte nicht so einfach runtergezogen werden und verloren gehen. Und deshalb war auch bei Wind oder auf dem Fahrrad die Kapuze zuzubinden. Und deshalb galt auch die Regel, je störrischer ich mich gegen die Kapuze zeigte, desto sicherer wurde sie zugebunden. Aber in unser Gruppe war das normal, bei dem einen so und bei dem anderen so, da hat eigentlich nie jemand etwas zu gesagt. Eine Erinnerung habe ich mal, wir fuhren an dem Tag wegen Schnee mit dem Zug zur Schule. Kurz vor dem Ausstieg - wir waren zu dritt - setzte ich und ein anderer Junge sich unsere Kapuzen auf und schnürten sie fest zu. Der dritte setzte sie nicht auf und der andere Junge mit Kapuze sagte zu ihm so etwas wie bist du verrückt so raus zu gehen. Aber das war eine Ausnahme.
Dadurch, das ich meist nicht ganz allein so "verpackt" war und das irgendwie ja auch von den anderen als normal angenommen wurde gewöhnte ich mich ja auch dran und irgendwie rein vom tragen her mochte ich ja auch gerne so draussen sein. Obwohl es mir schon immer ein bisschen mulmig blieb, dass ich da eher strenger behandelt wurde. An dem ersten Tag nach der Krankheit war es allerdings schlimm, zum einen weil ich allein so verschnürt war, zum anderen war es wirklich zu warm und, nicht zu unterschätzen, das alle Kinder mitbekamen, dass ich zu meiner Mutter ging, um sie zu bitten die Kapuze absetzen zu dürfen. Als ich dann unverrichteter Dinge zurück kam fühlte sich das besonders schlimm an.
Ein weiteres Beispiel, an dem sich zeigt, dass meine Kapuzenregeln strenger waren. Bei den Schifffahrten auf der Nordsee. Damals, Mitte der siebziger war das ganze Schiff gelb vor Friesennerzen. Und wenn ich das mal in Prozenten ausdrücken darf: Von den Kindern hatten fast alle einen Friesennerz oder ähnlichen gelben Regenmantel an. 30-40 % behielten die Kapuze unten, nochmal 50% setzen sich selbst oder bekamen die Kapuze übergezogen. Das Material war ja auch irgendwie so steif, das trotz des Windes sie sicher oben blieb. Und vielleicht 10% der Kinder wurde die Kapuze zugebunden. Und dazu gehörte ich fast immer. Meine Mutter sagte zwar immer, dass sie so nicht runterwehen kann. Ich glaube aber, dass ihr genauso wichtig war, dass ich die Kapuze dann nicht einfach mit einer Handbewegung abziehen konnte. Sie konnte sich wohl noch sehr gut an meinen heftigen Widerstand als ich klein war erinnern und wollte sicher sein. Diese Schifffahrten sind mir allerdings so in Erinnerung, dass mir schon mulmig war und ich mich beobachtet fühlte. Besonders schlimm war es, als mal meine Cousine mit im Urlaub war und bei ihr die Kapuze lose aufgesetzt reichte, mir die Kapuze aber zugebunden wurde, weil man sich auf sie "verlassen kann".
Die Kapuzenregeln waren bei mir doch recht streng und wurden auch recht konsequent umgesetzt. Es hat sich am sinnvollsten erwiesen, diese einfach anzunehmen. Dadurch, dass ich inzwischen ja die Kapuze eigentlich gerne trug, war das gar nicht so schwer. Aber bei meiner Mutter blieb immer haften, dass ich keine Kapuze will und alles dafür tue sie abzusetzen und eigentlich habe ich auch nichts unternommen um sie eines besseren zu belehren.
Da fällt mir noch eine weitere Regel ein: So ab Mitte der Siebziger kamen dann so langsam diese Nylonregenjacken wie von Kway auf und wurden modern, genauso wie die Nylonregenjacken mit Notkapuze hinterm Reißverschluss, Adidas hab ich besonders in Erinnerung. Als ich diese Jacke als leichte Regen- und Windjacke für den Sommer bekam galt: Kapuze ist, wenn sie erforderlich ist, immer zuzubinden. Das war auch sinnvoll, wei sie sonst irgendwie nur störend vor die Augen rutschte. Und als weiteres galt, dass die Kapuzenpflicht eher entstand, ohne das genauer festlegen zu können, aber da konnte schon mal an einem etwas frischen und windigen Junitag vorkommen oder auch Anfang September, das es hieß:"Kapuze auf" und zubinden gehörte dazu!

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Re: Kapuzenregeln

#9 Beitrag von Besucher » Mi 11. Jul 2018, 14:49

JeansParka hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 09:16
Und deshalb war auch bei Wind oder auf dem Fahrrad die Kapuze zuzubinden.
... aber da konnte schon mal an einem etwas frischen und windigen Junitag vorkommen oder auch Anfang September, das es hieß:"Kapuze auf" und zubinden gehörte dazu!
Hallo JeansParka,
dass man auf dem Fahrrad die Kapuze zubinden muss leuchtet ein - zum einen würde sie ja nicht so vor dem Wind schützen, zum anderen würde sie leicht heruntergeweht werden und der Hauptpunkt: Beim Umschauen würde man in die Kapuze sehen, was nicht sein darf und durch das Zuschnüren verhindert wird *). Aber was mich interessieren würde: Bestand grundsätzlich für das Fahrradfahren Kapuzenaufsetzpflicht, d. h. wenn mit Anorak gefahren wurde, dann war grundsätzlich, also auch bei milder Temperatur die Kapuze aufzusetzen und zuzuschnüren, so wie die Mutter meiner Freunde es sah?
Wenn du von den Sommermonaten schreibst - ich kann mich noch erinnern, als ich einmal an einem 1. August mit dem Fahrrad unterwegs war - allerdings war es noch frühmorgens: Ich hatte meinen warmen Anorak an und die plüschgefütterte Kapuze auf und zugeschnürt. Tagsüber war das natürlich nicht mehr nötig, aber es war schön, dass man sich auch im Sommer noch so einpacken konnte.

*) Das ärgert mich oft, wenn ich in Beiträgen lese: "Besser die Mütze aufsetzen, da die Kapuze die Sicht nimmt." Gut zugeschnürt nimmt sie die Sicht überhaupt nicht und wenn die Kapuze zu groß ist, dann umschlagen und zuschnüren. Dann passt es auch wieder. Oder erst Mütze und dann Kapuze auf und zuschnüren. Schade, dass so oft solche Kommentare kommen, statt vielleicht zu bemerken: "Mütze aufsetzen oder wenn Kapuze, dann zuschnüren, damit die Sicht nicht genommen wird.

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Re: Kapuzenregeln

#10 Beitrag von PlueschbabyCD » Mi 11. Jul 2018, 19:27

Ich bin mit der 70er geboren und viel Kleidung und Jacke von Verwandten bekommen. Ich meine Bruder lange Parker mit Fellfutter den ich aber liebte. Kann jetzt nicht sagen was mehr in Einsatz war Mütze oder Kapuze. Wobei wohl oft Mütze mit dem Parker oder andre Jacke mit Kapuze zum Einsatz kam. Bei mir muss auch beachten das ich mich durch mein Behinderung so gut bewegen kann und wohl auch leichter friere. An feste Regel kann mich nicht erinnern. Jedenfalls wurde die nie so öffentlich deklariert. Höchsten das mit dem Schwimmen da kam es dann aber von Schule. Bin selten Privat geschwommen.
Besucher bei machen Kapuzen heute kann verstehen das eher Mütze geraten würde weil durch Webpelzrand ich mich mir schon eine Sichfeldeinschärnkung vorstellen kann. Das sind aber Jacke weibliche Teenies wo dann Kapuze eben doch eher auf Rücken hängt. Nur selten wohl aufgesetzt werden und nur dort wo dann mit ein zweit Freundinnen zum reden ist, so was wie Straßenverkehr keine Rolle spielt.

JeansParka
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Re: Kapuzenregeln

#11 Beitrag von JeansParka » Mi 11. Jul 2018, 20:10

Hallo Besucher,
Auf dem Fahrrad war tatsächlich eigentlich Kapuzenaufsetzpflicht mit zubinden und zwar wegen dem Fahrtwind. Das galt auf jeden Fall von Oktober bis April. Morgens zum Schulweg sowieso und da erwartete meine Mutter auch, dass ich mich für den Rückweg so anzog. Und wenn es im Winter kalt wurde, dann kam eben noch die Mütze unter die Kapuze, musste auf dem Fahrrad auch zugeschnürt werden. Da bestand meine Mutter drauf und zwar genau aus den Gründen, die du genannt hattest. Dadurch gab es keine Sichteinschränkung und sie machte die Kopfbewegungen mit. Da die Kapuze von meinem Parka eher kleiner war reicht ihr sonst manchmal die Kapuze einfach über die Mütze zu ziehen und den Reißverschluss und den obersten Knopf ganz zu verschliessen. Dann saß sie eigentlich auch schon ziemlich fest. Oft musste ich die Kapuze aber auch dann zubinden, damit kein Wind oder kalte Luft unterkam und natürlich immer dann, wenn sie befürchtete, dass ich sie nicht aufbehalten würde. Aber auf dem Fahrrad galt immer zubinden. Im Mai und teilweise bis in den Juni rein war es Morgens meist noch kühl und dann war auf dem Fahrrad auch Kapuzenpflicht, Mittags nicht. Das galt auch für den September. Bei Regen war grundsätzlich Kapuzenpflicht auf dem Fahrrad und zwar zugebunden. Das war besonders im Sommer doof weil ich ja lange nur den Friesennerz hatte und wenn man dann so bei etwa 20 Grad im Friesennerz mit fest zugebundener Kapuze auf dem Fahrrad unterwegs ist, dann wird einem ganz schön warm. Ich glaube ich habe mal an anderer Stelle berichtet, dass ich so bei Regen mal losgefahren bin und auch als es aufhörte es bei der zugebundenen Kapuze beließ, sogar noch als die Sonne durchkam. Erst als mir ein Mädchen in Friesennerz entgegenkam, wo die Kapuze auf dem Rücken lag, fiel mir ein, dass es ja jetzt erlaubt war die Kapuze abzusetzen...ich war bereits schweißnass. Im Sommer war dann natürlich keine Kapuzenpflicht auf dem Fahrrad, von den Temperaturen war aber auch keine Jacke dann erforderlich. Für diese Nylonregenjacken wurde das etwas abgewandelt. Einerseits war ich froh bei Regen im Sommer den Friesennerz nicht tragen zu müssen, andererseits war es auch darin bei etwa 20 Grad und aufgesetzter Kapuze ganz schön warm. Ausserdem meinte meine Mutter, dass diese Jacke gut gegen den Fahrtwind ist und so durfte ich sie auch im Sommer öfters auf dem Fahrrad tragen, jedenfalls Morgens und dann auch mal mit aufgesetzter und zugeschnürter Kapuze, aber das war keine feste Regel, lediglich wenn es kühler war. Mittags wurde sie dann klein verpackt und in den Ranzen gesteckt. An diesen Nylonjacken zeigt sich aber besonders deutlich wie gut es ist eine Kapuze zuzubinden, denn bei etwas Wind flattert sie ständig hin und her und vor die Augen und Drehungen macht sie gar nicht mit. Aber wenn sie nicht zu groß ist und stramm zugebunden ist, dann kommt da kein Wind unter und sie dreht sich ganz leicht mit dem Kopf mit und schützt Hals, Nacken und den ganzen Kopfbereich wunderbar gegen Wind. Nur wenn die Sonne durchkam und es über 15 Grad wurden, dann wurde es schweißtreibend. Oft war es unterwegs in Ordnung, aber wenn ich dann langsamer fuhr oder angekommen war, dann wurde es zu warm.

JeansParka
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Re: Kapuzenregeln

#12 Beitrag von JeansParka » Mi 11. Jul 2018, 20:37

Diese Kapuzenregeln galten in meiner Kindheit nicht für alle Kinder, aber doch für einige. Wobei es bei mir wieder einmal am strengsten gehandhabt wurde, sprich die Kapuze kam Jahreszeitlich früher und teilweise viel früher zum Einsatz als bei anderen Kindern und musste grundsätzlich auf dem Fahrrad zugebunden werden. Das war nicht bei allen so. Aus meiner Klasse - ich sag mal so 6. Klasse - kamen etwa 7 Kinder mit dem Fahrrad, die anderen mit dem Bus oder zu Fuß weil sie am Ort wohnten. In der Regel haben wir uns erst am Fahrrdstand für die Rückfahrt fertig angezogen und tatsächlich gab es nur ein Mädchen in der Klasse für die gleich strenge Regeln galt. Ich erinnere mich dran, dass sie eigentlich nur zwei Jacken hatte, einen Friesennerz und einen Parka. Der Parka kam natürlich so ab Oktober zum Einsatz und immer schnürte sie sich die Kapuze fest zu und wenn es noch kälter wurde, dann hatte sie noch eine dicke Wollmütze unter der Kapuze, die auch dann fest von ihr zugebunden wurde. Ihr sah man an, dass ihr das manchmal auch etwas mulmig war, aber sie zog das durch. Sie war eines der wenigen Kinder, die das manchmal kommentierte und etwas sagte wie, dass es ein bisschen blöd aussieht, aber es nützt ja nichts, ich will ja nicht frieren oder so ähnlich. Jedenfalls war es für sie ausser Frage, dass die Kapuze auf dem Fahrrd zugebunden auf dem Kopf gehört. Wenn es noch nicht so kalt war trug sie den Friesennerz und wenn es kein Regenwetter war oft mit der blauen Seite nach aussen. Aber auch da war klar, Kapuze auf und zubinden,auch wenn sie dabei oft gequält lächelte. Ich glaub es war ihr peinlich, vielleicht glaubte ich es auch nur. Sie setzte die Kapuzenregel genauso um wie ich, auf dem Fahrrad zubinden und auch jahreszeitlich gleich...bei allen anderen war es lockerer, wie gesagt für mich galt in der Regel die strengste Variante.
Aber am meisten bewundert habe ich immer - eigentlich nur Mädchen - wo es so aussah, dass ihnen keine Regeln dazu aufgetragen wurden und wie selbstverständlich trotzdem danach handelten. Ein Mädchen, sie war die erste mit einem Nylonwindbreaker als Schlupfjacke in rot. Sie kam mit dem Bus und hat den Windbreaker einfach noch im Klassenraum ünergestreift, Kapuze war dann gleich oben, den Reißverschluss zugezogen und die Kapuze mit einer Schleife gebunden um erst dann durch Treppenhaus und Pausenhalle das Schulgebäude zu verlassen. Sie war so locker und entspannt, dass es für mich so wirkte wie das sie keiner Regel folgte sondern es so wollte, das verhielt sich ähnlich wenn es kälter war mit ihrem roten wattierten Anorak....gerne hätte ich so unbefangen mit der kapuze und dem zuschnüren hantiert, aber mir war es nicht möglich.

Besucher

Re: Kapuzenregeln

#13 Beitrag von Besucher » Do 12. Jul 2018, 00:52

JeansParka hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 20:10
... An diesen Nylonjacken zeigt sich aber besonders deutlich wie gut es ist eine Kapuze zuzubinden, denn bei etwas Wind flattert sie ständig hin und her und vor die Augen und Drehungen macht sie gar nicht mit. Aber wenn sie nicht zu groß ist und stramm zugebunden ist, dann kommt da kein Wind unter und sie dreht sich ganz leicht mit dem Kopf mit und schützt Hals, Nacken und den ganzen Kopfbereich wunderbar gegen Wind. Nur wenn die Sonne durchkam und es über 15 Grad wurden, dann wurde es schweißtreibend. Oft war es unterwegs in Ordnung, aber wenn ich dann langsamer fuhr oder angekommen war, dann wurde es zu warm.
Hallo JeansParka,
so sehe ich es auch, bzw. so war es auch bei mir. Wenn mich meine Mutter auch noch ohne Kapuze hätte fahren lassen, empfahl mir doch immer die Mutter meine Freunde, auch wenn es noch gar nicht kalt war und ich nur meinen leichten Anorak mit der versteckten kleinen, komisch aussehenden Kapuze an hatte, diese herauszuholen und aufzusetzen. Natürlich musste sie zugeschnürt werden - sie hätte sonst ja auch gar nicht gehalten. Meine Empfindungen bzw. Beobachtungen waren genauso, wie du sie beschrieben hast, weshalb ich sie auch sehr gern auf hatte, obwohl sie wirklich dumm aussah.
Bei Dämmerung und Dunkelheit hatte ich dann auf jeden Fall meinen gelben Windbreaker überzuziehen. Bei dem war es für meine Mutter klar, dass bei dem immer die Kapuze aufgesetzt wird und deshalb hat sie mir auch die Kordeln rausgenommen und einen strammen Gummi eingenäht, damit sie gut abdichtet und ich nicht jedes Mal zubinden muss. Damit wäre ich ja vor dem Fahrtwind geschützt, aber die Mutter meiner Freunde empfahl mir trotzdem, darunter auch die Anorakkapuze aufzusetzen, nach dem Motto: Lieber mehr als zu wenig. So kam ich dann oft mit zwei aufgesetzten Kapuzen nach Hause. Ich habe mich dabei sehr wohl gefühlt.

Besucher

Re: Kapuzenregeln

#14 Beitrag von Besucher » Do 12. Jul 2018, 11:06

JeansParka hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 20:10
Da die Kapuze von meinem Parka eher kleiner war reicht ihr sonst manchmal die Kapuze einfach über die Mütze zu ziehen und den Reißverschluss und den obersten Knopf ganz zu verschliessen. Dann saß sie eigentlich auch schon ziemlich fest.
Ich hatte mal einen Parka, dessen Kapuze keine Kordel enthielt. Es waren aber oben zwei Druckknöpfe und wenn ich die zumachte - was dann auch immer der Fall war - dann saß die Kapuze bombenfest. Bei meinem gelben Windbreaker hatte meine Mutter ja einen Gummi in die Kapuze eingenäht und auch bei meiner Regenjacke hat sie die normale Kordel durch einen Gummi ersetzt. Anonsten kenne ich es gar nicht anders, als dass die Kapuze zuzubinden ist - und zwar immer. Obwohl ich wegen der Kapuze nie gemeckert hatte und ich sie mir auch nie ungefragt abgesetzt hatte, wurde mir von meiner Mutter oder anderen die Kapuze immer zugeschnürt. Und wenn ich sie selbst aufsetzen musste, kam ich nie auf die Idee zu fragen, ob ich sie zubinden muss. Das war einfach so - für mich aber auch nie belastend.

Capie
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Re: Kapuzenregeln

#15 Beitrag von Capie » Do 12. Jul 2018, 11:58

Man kann über eine Regenhaube ja denken was man möchte. Der Nachteil einer Kapuze ist aber häufig, dass man beim Drehen des Kopfes in die Kapuze statt nach hinten schaut. Das Problem hat man vor allem im Straßenverkehr, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Da helfen leider auch die Sichtfenster in den Kapuzen von Regencapes wenig. Eine Regenhaube auf dem Kopf dreht sich aber einfach mit. Außerdem hat eine Regenhaube einen Schirm und zestört einem die Frisur nicht wie eine Kapuze. Und wenn man sie richtig benutzt, d.h. man klappt den Mantelkragen auf jeden Fall hoch, bevor man die Regenhaube aufsetzt, zieht es auch nicht mehr im Nacken.

Besucher

Re: Kapuzenregeln

#16 Beitrag von Besucher » Do 12. Jul 2018, 13:54

Capie hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 11:58
Man kann über eine Regenhaube ja denken was man möchte. Der Nachteil einer Kapuze ist aber häufig, dass man beim Drehen des Kopfes in die Kapuze statt nach hinten schaut. Das Problem hat man vor allem im Straßenverkehr, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Da helfen leider auch die Sichtfenster in den Kapuzen von Regencapes wenig. Eine Regenhaube auf dem Kopf dreht sich aber einfach mit. Außerdem hat eine Regenhaube einen Schirm und zestört einem die Frisur nicht wie eine Kapuze. Und wenn man sie richtig benutzt, d.h. man klappt den Mantelkragen auf jeden Fall hoch, bevor man die Regenhaube aufsetzt, zieht es auch nicht mehr im Nacken.
Jeder soll es so machen, wie er sich am wohlsten fühlt und Sicherheit ist das oberste Gebot. Allerdings möchte ich hier auf die obigen Beiträge verweisen. Ich habe etliche Kleidungsstücke mit Kapuze und bei keinem habe ich ein Sichtproblem im Straßenverkehr - vorausgesetzt natürlich, ich habe sie zugeschnürt. Aber wenn du dich mit der Regenhaube wohlfühlst, dann ruhig weiter so.

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Re: Kapuzenregeln

#17 Beitrag von WillOne » Do 12. Jul 2018, 20:33

Mir sind bezüglich der Benutzung von Kapuzen nur die Benimm-Regeln von Kopfbedeckungen bekannt:

Zum Beispiel in einer Kirche oder einem anderen sakralen Raum die Kapuze abzunehmen.

Oder gegenüber Autoritätspersonen oder allgemein im Gespräch mit anderen die Kapuzen abzusetzen.

Allgemein ist es verbreitet, die Kapuze bei Regen, Wind und Kälte zu benutzen.

Heutzutage wird mit der Kapuze ganz locker umgegangen. Selbst im Supermarkt laufen Leute mit aufgesetzter Kapuze rum oder fahren mit aufgesetzter Kapuze Auto.
Ja, das habe ich alles schon beobachtet. ^^

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Re: Kapuzenregeln

#18 Beitrag von JeansParka » Fr 13. Jul 2018, 10:35

Heute sieht man auch so gut wie nie, dass ein Kind zum Aufsetzen oder gar zubinden der Kapuze genötigt oder gezwungen wird. Im Gegenteil, oft setzen die Kinder sie von selbst auf wenn ihnen kalt ist oder auch aus optischen Gründen. Und auch bei Erwachsenen wird das völlig unkompliziert gehandhabt. Allerdings ist auch immer wieder zu beobachten, dass einige Kinder wie auch Erwachsene bei Regen, Wind und Kälte auf die Kapuze verzichten und offensichtlich lieber frieren.
Das zubinden von Kapuzen ist heute fast gar nicht mehr üblich, sehe ich jedenfalls nur ganz ganz selten. Und auch hier sieht man oft, dass Menschen bei Wind oder auf dem Fahrrad sich die Kapuze festhalten oder immer wieder neu zurechtrücken oder gar neu aufsetzen anstatt sie zuzubinden. Das Eltern ihren Kindern die Kapuze zubinden hab ich bestimmt 15 Jahre oder länger nicht mehr beobachtet.
Bei den Regeln ging es deshalb ja auch um unsere Kindheit und das waren bei mir die siebziger Jahre bzw. meine ersten Erinnerungen aus Ende der sechziger Jahre. Und da gab es - glaub ich zumindest - in vielen Elternhäusern relativ feste Regeln, die nicht nur allgemein mit Kälte, Wind und Regen zu tun hatten, obwohl das natürlich immer die Grundlage ist.
Bei mir galt ja zum Beispiel die Regel, je störrischer ich mich verhielt, desto eher und strenger wurde sie zugebunden und Regelverstöße hinsichtlich des Tragens hatten Konsequenzen. Meine erste Kapuzenerfahrung war ja, dass sie im Winter mir über die Mütze gezogen wurde und weil ich sie immer wieder runterzog wurde sie dann einfach -gegen meinen Willen und Quengeln - zugebunden und zwar eher einmal mehr als weniger, als Vorschulkind einfach immer. Da half kein Geschrei, es galt eben auch als Regel, Mutter oder Vater bestimmten und Kinder hatten das zu befolgen, wohl nicht nur bei der Kapuze! Und später als ich dann die Schleife öffnen konnte und dabei erwischt wurde, da wurde mir die Kapuze auch schon mal im Nacken zugebunden oder mit Knoten, was mich dann wieder machtlos gemacht hat. Und so eine Schleife konnte ja auch mal von alleine aufgehen, das hat dann aber nicht interessiert und wurde so gehandhabt, als wenn ich sie geöffnet hätte.
Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen, waren aber bei mir und bei vielen meiner Spiel- und Schulkameraden feste Regeln, bei dem einen strenger und bei dem anderen lockerer gehandhabt und den meisten war irgendwie mulmig, einige neutral, und einige liebten ihre Kapuzen und es gab auch einige, die Mützen trugen. Bei mir wurde die Kapuze bevorzugt und recht streng umgesetzt, das heißt einmal mehr aufsetzen und einmal mehr und recht stramm zubinden und vor allem empfand ich manches auch als bestrafend und so war es wohl auch gemeint.
Und ich bin mir sicher, dass dort auch der Grund liegt weshalb ich in diesem Forum bin und mich die Kapuze bis heut so fasziniert, insbesondere das zubinden der Kapuze....

cappuccino
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Re: Kapuzenregeln

#19 Beitrag von cappuccino » Mo 23. Jul 2018, 22:31

An so richtig feste Regeln fürs Aufsetzend der Kapuze kann ich mich nicht richtig erinnern, vielleicht daran, dass ich nach dem Schwimmen außer im Sommer immer eine Kapuze aufzusetzen hatte (und zuzubinden). Und ansonsten natürlich wenn ich von meiner Mutter dazu aufgefordert wurde.

Was hier einige Male erwähnt wurde und an was ich mich auch erinnern kann war, dass das Zubinden der Kapuze oft nötig war. Wobei ich auch selbst schuld daran war, denn ich habe es ein paar Mal geschafft mir sie im Beisein meiner Eltern bei Wind die nicht zugebundene Kapuze vom Kopf wehen zu lassen.Danach wurde eben auch mal ohne Wind vorsorglich zugebunden. Und hat auch den Vorteil, dass man wenn man heimkommt mal schauen kann, ob die Schleife noch die gleiche ist, oder die Kapuze wohl mal abgestreift worden war (wenn man den ganzen Nachmittag spielen war). Wobei dabei auch die Verkehrssicherheit eine Rolle spielte: Kann mich noch erinnern, dass ich vor dem radfahren immer ein paar Mal nach links und rechts schauen sollte, ob sich die Kapuze auch weit genug mitdreht.

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Re: Kapuzenregeln

#20 Beitrag von Kapuzenfreak » Sa 25. Aug 2018, 17:07

Ich mußte als Kind bei Regenwetter immer die Kapuze aufgesetzt haben, auch dann wenn es nur ganz leicht genieselt hat. Wenn ich mich nicht daran gehalten habe, gab es zuhause Ärger.

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